Mittwoch, 22. Juni 2011

Was ist eigentlich Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung?

Das Konzept der Nachhaltigkeit ist ziemlich alt. Verwendet wurde der Begriff Nachhaltigkeit erstmals 1713 von Oberberghauptmann Carl von Carlowitz. Angesichts einer zunehmenden Holznot plädierte er für eine continuierliche beständige und nachhaltende Nutzung des Holzes, um den Bedarf langfristig decken zu können.

In der heutigen Zeit wurde der Diskurs zur Nachhaltigkeit insbesondere seit Veröffentlichung des Brundtland-Berichts angestoßen. Der Brundtlandbericht ist ein von den Vereinten Nationen in Auftrag gegebener Perspektivbericht, der Empfehlungen zu langfristig tragfähiger, umweltschonender Entwicklung im Weltmaßstab bis zum Jahr 2000 und darüber hinaus geben sollte.

Der Brundtland-Bericht entwickelte auch erstmals das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung als für die Zukunft der Menschheit wichtigem Konzept. Die Definition für nachhaltige Entwicklung, wie sie im Brundtland-Bericht steht, ist folgende:

Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigt, ohne zukünftigen Generationen die Möglichkeit zu nehmen ihre Bedürfnisse zu befriedigen.

Angestoßen durch den Bericht wurde 1992 die Konferenz von Rio einberufen, auf der die Vereinten Nationen unter anderem die Agenda 21 und die Klimarahmenkonvention beschlossen.

Seitdem ist Nachhaltigkeit, nachhaltige Entwicklung und Bildung für nachhaltige Entwicklung in aller Munde. Was hat sich getan seit 1992? Was von den empfohlenen Maßnahmen der Agenda 21 ist umgesetzt worden? Was ist die Agenda 21 überhaupt? Und wo steht Deutschland heute bezüglich Nachhaltigkeit, nachhaltiger Entwicklung und Bildung für nachhaltige Entwicklung?

Diese und weitere Fragen möchte ich in den folgenden Wochen beleuchten. Wenn ihr Ideen oder Wünsche zum Thema habt, lasst es mich gern wissen!